Mehrere historische Bauteile vereint zu einer neuen Holzskulptur, die Vergangenheit und Kreativität verbindet.
Die Herausforderung
Die Herausforderung dieses Projekts lag im Umgang mit Fragmenten ohne ursprünglichen Zusammenhang. Mehrere beschädigte Einzelteile aus Kirchenmobiliar – ursprünglich zur Entsorgung bestimmt – mussten neu gelesen, ergänzt und in eine stimmige Gesamtform überführt werden. Ziel war es, den neogotischen Charakter der Fundstücke zu respektieren und zugleich etwas Eigenständiges zu schaffen, das nicht als Reparatur, sondern als neues kunsthandwerkliches Objekt wahrgenommen wird.
Das Ziel
Erhalt und Wiederverwendung historischer Fundstücke
Ergänzung fehlender und beschädigter Elemente
Entwicklung eines neuen, in sich geschlossenen Gesamtkonzepts
Harmonische Verbindung unterschiedlicher Bauteile
Wahrung der neogotischen Formsprache
Massiver Aufbau aus Eiche und Pappel
Dieses Holzbildhauerprojekt entstand aus geretteten Teilen einer aufgelösten Altarbauerfirma. Aus zwei Bankwangen, vier Säulen und einer Kranzleiste entwickelte ich ein dreiteiliges Objekt in neogotischer Formensprache. Fehlende Elemente wurden ergänzt, vorhandene Strukturen neu interpretiert und zu einer Engelsskulptur zusammengeführt. Das Ergebnis ist ein eigenständiges Werk, das Altes bewahrt, neu ordnet und in veränderter Form weiterleben lässt – als Ausdruck von Wertschätzung gegenüber Material, Geschichte und Handwerk.